Film: Sicher durchs Leben - Sturzevorsorge im Alltag
Rechtzeitig zum Welt - Osteoporosetag 2007 konnte das Netzwerk-Osteoporose e. V. seinen Film fertigstellen und präsentieren.
"Sicher durchs Leben - Sturzvorsorge im Alltag"
Dieser Film wurde von Patienten für Patienten erstellt und möchte ohne den berühmten, erhobenen Zeigefinger auf die Problematik aufmerksam machen und wichtige, nützliche Informationen für Betroffene vermitteln. Das Begleitheft kann und soll zum täglichen Training motvieren. Dort können zusammen mit dem Trainingsprogramm "Die 5 Esslinger" nach Dr. Martin Runge, Esslingen, Sturzvorsorge auf anschauliche Weise geübt werden. Suchen Sie eine Osteoporose-Selbsthilfegruppe in der Nähe. Sieh auch auf der Navigationsleiste unter "Info-Bereich - Adressen - Selbsthilfegruppen".
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Sturzprophylaxe bei älteren Leuten
L. Day et al.
Zusammenfassung
Gemäss einer im British Medical Journal BMJ publizierten, randomisierten Studie ist das körperliche Training, vor allem durch Verbesserung von Gleichgewichtssinn und Kraft, die effektivste Intervention zur Reduktion des Sturzrisikos.
Der Sturzprävention bei älteren Patienten kommt nicht zuletzt auch aus gesundheits-ökonomischen Gründen eine grosse Bedeutung zu. Die Studie hat die Effektivität von drei Interventionen und deren Kombinationen miteinander verglichen.
Methodik:
1090 mindestens 70 jährige Australier, welche noch in ihrem eigenen Heim wohnten, wurden in die randomisierte Studie eingeschlossen. Die Teilnehmer beurteilten ihren allgemeinen Gesundheitszustand als gut bis sehr gut. Die folgenden 3 Interventionen und deren Kombinationen wurden untersucht: wöchentliches, Gruppen-basiertes körperliches Training für 15 Wochen (insbesondere Kraft und Gleichgewicht), gezieltes Risikomanagement zu Hause (Anbringen von Hilfsutensilien, Entfernen von Gefahrenquellen) und Optimierung des Sehvermögens. Primärer Endpunkt war die Zeit bis zum ersten Sturz in den eineinhalb Jahren nach Intervention.
Resultate:
Die Wahrscheinlichkeit eines Sturzes bei den Patienten mit körperlichem Training betrug gegenüber denen ohne diese Intervention 0.82 (p=0.02). Ebenfalls signifikant reduziert wurde das Risiko durch die Kombinationen, welche ein körperliches Training beinhalteten. Insbesondere Kraft und Gleichgewicht wurden positiv beeinflusst. Bei Kombination aller drei Interventionen betrug die Wahrscheinlichkeit noch 0.67. Damit müssten 7 Patienten so gemanagt werden, um einen Sturz zu verhindern. Risikomanagement zu Hause und Optimierung des Sehvermögens alleine führten zu keiner signifikanten Risikoverminderung.
Konklusion:
Durch ein wöchentliches körperliches Trainingsprogramm in der Gruppe und zu Hause kann das Sturzrisiko bei sich selbst als gesund eingestuften älteren Personen signifikant reduziert werden. Eine weitere Risikoverminderung kann durch zusätzliches Risikomanagement zu Hause und durch eine Optimierung des Sehvermögens erreicht werden. Die Kosteneffektivität solcher Interventionen bleibt noch nachzuweisen.