Aktualisiert am 04.01.2016

Netzwerk-Osteoporose e.V.

www.netzwerk-osteoporose.de
Sie befinden sich auf:
Startseite arrow Fachbeiträge arrow Prävention / Vorbeugung arrow Prävention und Therapie durch Sport
Osteoporose: Prävention und Therapie durch Sport Drucken

Osteoporose - sind Prävention und Therapie durch Sport möglich?


Dr. Petra Platen

Zusammenfassung

Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung mit niedriger Knochenmasse und mikroarchitektonischer Verschlechterung von Knochengewebe. Dies führt zu einer erhöhten Frakturanfälligkeit. Eine effektive Prävention der Osteoporose ist vor allem durch eine Optimierung der Ernährung sowie eine Steigerung der allgemeinen körperlichen Aktivität zu erwarten. Gewichtsbelastende körperliche Aktivitäten stellen eine wesentliche Voraussetzung für die Knochengesundheit dar. Es ist bis heute unklar, ob beim Menschen die Steigerung der Intensität, der Häufigkeit oder der Dauer einer Belastung am stärksten knochenanabol wirkt. Tierexperimentelle Studien lassen jedoch schlussfolgern, dass Belastungen dynamischer Natur sein, mit möglichst hoher Intensität und Frequenz durchgeführt werden und möglichst vielseitige Übungen enthalten sollten. Trainingsanpassungen des Knochens im Sinne einer Überkompensation können nur erzielt werden, wenn das "endokrine Milieu" und/oder nahrungsabhängige Parameter nicht pathologisch verändert sind und das Training entsprechend der individuellen Belastbarkeit nach trainingswissenschaftlichen Gesichtspunkten durchgeführt wird. Regelmäßiges körperliches Training im Sinne einer kontrollierten Bewegungstherapie bzw. einer überwachten Krankengymnastik oder Physiotherapie hat sich als ein wichtiger Bestandteil im therapeutischen Konzept etabliert. 0b hierdurch ein Gewinn an Knochenmasse erreicht werden kann, ist noch nicht endgültig geklärt, jedoch sind durch die Bewegungstherapie viele positive Effekte zu erzielen, die nicht nur einen Gewinn an Lebensqualität, sondern auch einen gewissen Schutz vor weiteren Frakturen bedeuten.

Schlüsselwörter

Osteoporose
Körperliche Aktivität
Knochengesundheit
Trainingsspezifität
Maximale Knochenmasse
Immobilisation
Muskelmasse
Menopause
Überlastung
Stressfraktur

Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung mit niedriger Knochenmasse und mikroarchitektonischer Verschlechterung von Knochengewebe. Dies führt zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit und Frakturanfälligkeit. Eine effektive Prävention der Osteoporose ist vor allem durch eine Optimierung der Ernährung sowie eine Steigerung der allgemeinen körperlichen Aktivität zu erwarten, wobei beide Aspekte in gleicher Weise beachtet werden sollten: "Essen und Trimmen - beides muss stimmen". Im folgenden soll die Bedeutung der körperlichen Aktivität für die Prävention und Therapie der Osteoporose dargestellt werden.

Gewichtsbelastende körperliche Aktivitäten, womit sowohl die beruflichen und Alltagsaktivitäten, als auch der Gesundheits-, Freizeit- und Leistungssport gemeint sind, stellen eine wesentliche Voraussetzung für die Knochengesundheit dar. Einen Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht und der Knochengröße erkannte bereits 1683 G. Galilei. Ende des letzten Jahrhunderts formulierte Wolff das immer noch gültige Gesetz von der Transformation der Knochen: die Knochenform folgt der Funktion. Ohne die stimulierenden Effekte des Gravitationsfeldes oder mechanischer Belastung kommt es sowohl am axialen als auch am peripheren Skelett zu einem schnellen und ausgeprägten Knochenmasseverlust. Die Gesamtkraft, die auf einen bestimmten Skelettabschnitt wirkt, setzt sich zusammen aus den inneren Kräften durch Muskelkontraktionen und den äußeren Kräften durch das Gravitationsfeld sowie bewegungsbedingten Druck- und Zugkräften.

"Gewichtsbelastende körperliche Aktivitäten sind eine wesentliche Voraussetzung für die Knochengesundheit."

Neben den rein mechanischen Einflüssen unterliegt das Skelettsystem einer Vielzahl von Knochenaufbau oder -abbau fördernden hormonellen Faktoren. Viele der knochenwirksamen Hormone weisen akute und/oder chronische Veränderungen nach körperlicher Belastung auf. Die Serumkonzentrationen der knochenanabolen Hormone Testosteron und Östradiol, aber auch diejenige des katabolen Hormons Kortisol, steigen nach Belastungen an. Ein zu umfangreiches oder zu intensives Training kann jedoch zu einer Reduktion der Blutkonzentration der Sexualsteroide führen. Das Verhalten weiterer, den Knochenstoffwechsel beeinflussender Hormone (z.B. Calcitonin, PTH, Vitamin D, Schilddrüsenhormone etc.) unter verschiedenen Belastungsbedingungen ist sehr komplex. Ihre Bedeutung als Mediatoren belastungs-induzierter Adaptationen sind in vielerlei Hinsicht ungeklärt. Letztlich bestimmt die Summation aller endokrinen und mechanischen Einflussfaktoren unter Berücksichtigung der individuellen genetischen Disposition die aktuelle Knochenstruktur und den aktuellen Knochenstoffwechsel an jeder spezifisch belasteten Skelettstelle (Abb. 1)

Knochenstruktur Diagramm

Abb. 1: Beeinflussung von Knochenstruktur und Knochenstoffwechsel


Trainingswissenschaftliche Aspekte

Für den sinnvollen Einsatz der körperlichen Belastung und von Trainingsprogrammen zur Prävention der Osteoporose sind trainingswissenschaftliche Aspekte zu berücksichtigen [1].

Spezifität der Trainingswirkung

Trainingsreize sollten an den Skelettstellen wirksam werden, an denen ein Gewinn an Knochenmasse erreicht werden soll, also hauptsächlich an den am stärksten durch Frakturen gefährdeten Bereichen Femur, Wirbelsäule und distaler Unterarm.

Höhe der Belastungen

Um knochenwirksame Effekte zu erzielen, müssen die Trainingsreize kontinuierlich gesteigert werden. Vor allem sollten die Trainings-belastungen die üblichen Alltagsbelastungen deutlich übersteigen, wenn ein Gewinn an Knochenmasse erzielt werden soll.

Rückbildung der erzielten Effekte

Wenn ein Bewegungsprogramm unter-brochen wird, werden sich die erzielten positiven Effekte am Skelettsystem wieder auf das Ausgangsniveau zurückbilden.

Ausgangswerte

Je geringer die Ausgangswerte, um so höher werden die prozentualen Zunahmen an Knochenmasse sein, wenn ein Bewegungsprogramm durchgeführt wird. Je höher die Werte bereits sind, um so geringer sind die Gewinne, die noch erzielt werden können.

Individuelles Maximum

Jedes biologische System hat seine genetische Determinierung. Das gilt für die maximal erreichbare körperliche Leistungsfähigkeit im allgemeinen und die Knochenmasse im speziellen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche Zunahme an Knochenmasse bei jungen Frauen durch ein Fitnessprogramm erreicht werden kann, deren Werte im untersten Bereich des Normalen liegen.

"Es ist unklar, auf welche Weise beim Menschen die stärksten knochenanabolen Effekte erzielt werden."

Intensität, Häufigkeit oder Dauer?

Es ist bis heute unklar, ob beim Menschen durch Steigerung der Intensität, der Häufigkeit oder der Dauer einer Belastung die stärksten knochenanabolen Effekte erzielt werden. Überträgt man jedoch die Ergebnisse tierexperimenteller Studien auf Trainingsregimes beim Menschen, die das Ziel haben, Masse und Festigkeit der Knochen zu vergrößern, so ergeben sich folgende Anforderungen an ein solches Programm [2]:

Die Belastungen sollten:
  • dynamischer Natur sein,
  • mit möglichst hoher Intensität und Frequenz durchgeführt werden und
  • möglichst vielseitige Übungen enthalten.
Nicht die Dauer, sondern vielmehr die Häufigkeit der Übungen in Kombination mit deren Intensität scheint die Höhe des knochenanabolen Effektes zu bestimmen. Kurze, intensive Belastungen scheinen eine höhere knochenanabole Wirkung zu haben als langdauernde, wenig intensive. Die simple Verordnung "mehr Bewegung" zur Osteoporoseprävention genügt nicht (mehr) den heutigen sport-medizinischen Anforderungen, wenngleich in vielen Bereichen noch erheblicher Forschungsbedarf besteht.

Untersuchungen zu den Auswirkungen körperlicher Aktivitäten auf die Knochendichte beim Menschen

Methodische Vorbemerkungen

Die weitaus am häufigsten zur Analyse des Einflusses von körperlicher Belastung auf das Skelettsystem eingesetzte Methode ist die Osteodensitometrie zur Bestimmung des Knochenmineralgehaltes. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden im folgenden unter dem Begriff der "Knochenmasse" alle anhand unterschiedlicher Messverfahren (wie Computertomographie, Photonenabsorptionsdensitometrie u. a.) und -einheiten gewonnenen Messwerte (Längen-, Flächen- und Volumenwerte) subsummiert.

Peak bone mass

Die maximale Knochenmasse oder auch peak bone mass ist wahrscheinlich weitgehend genetisch determiniert, wird aber durch den Lebensstil mit beeinflusst [3, 4]. Da die Knochenmasse von Kindern an der LWS und am Femur mit dem Aktivitätsniveau ihrer Mütter korreliert, ist der Vorbildfunktion der Eltern eine große Bedeutung bezüglich des Bewegungsverhaltens der Kinder beizu-messen. Insgesamt kann angenommen werden, dass aktivere Kinder mit einer um 5 bis 10% höheren peak bone mass aus der Jugend hervorgehen und somit die "kritische Frakturschwelle" erst ca. zehn Jahre später erreichen als inaktive Kinder, sofern dieser Vorsprung bis ins Alter erhalten wird.

Aktivität in der Jugend und spätere Knochenmasse

Bei aller Vorsicht, mit der Ergebnisse retrospektiver Studien interpretiert werden sollten, fanden die vorliegenden Untersuchungen [5, 6] positive Korrelationen zwischen der per Fragebogen erhobenen Aktivität in der Jugend bzw. in früheren Jahren und der aktuellen Knochenmasse am Radius bzw. am Calcaneus, ohne jedoch die Aktivitäten genauer zu spezifizieren. Es ist also anzunehmen, dass ein hohes Aktivitätsniveau in der Kindheit und Jugend nicht nur eine hohe peak bone mass zur Folge hat, sondern auch einen überdauernden Effekt für spätere Lebensphasen mit sich bringt.

Immobilisation

Zahlreiche Studien belegen, dass Immobilisation nicht nur zu einer Muskelatrophie, sondern auch zu einer erheblichen Abnahme des Knochenkalksalzgehaltes führt. Dies gilt sowohl für die Ruhigstellung einzelner Skelettabschnitte (z.B. Gipsverband), als auch für längere Bettlägerigkeit und den Aufenthalt in der Schwerelosigkeit (Weltraumflüge) [7, 8, 9, l0]. Der während eines Weltraumfluges beobachtete Knochen-schwund beim Menschen ist in Ausmaß und Dauer dem während horizontaler Bettruhe beobachteten Knochenschwund ähnlich. In der Immobilisation kann es zu einem Verlust an Knochenmasse von 4 bis 5% pro Monat kommen, im Vergleich zur normalen Altersatrophie von 1 bis 2% pro Jahr!

Allgemeines Aktivitätsniveau

Eine Reihe von Studien befasst sich mit dem Einfluss des allgemeinen Aktivitätsniveaus auf die Knochenmasse bzw. den Gesamtkörper-kalziumgehalt [11, 12, 13, 14, 15], wobei vor allem alltägliche Belastungen wie Gehen, Treppensteigen, Garten- und Hausarbeit erfasst wurden. Sportliche Belastungen wie Joggen und Radfahren wurden unter-schiedlich gewichtet. Die Ergebnisse lassen zusammenfassend vermuten, dass sich bereits eine erhöhte körperliche Aktivität im täglichen Leben ohne gezieltes Training einer bestimmten Körperregion positiv auf die Gesamtskelettmasse auswirkt. Der nur geringe oder fehlende Einfluss der alltäglichen Aktivität auf den Radius unterstreicht die Annahme, dass sich körperliche Belastungen vornehmlich auf die direkt betroffenen und belasteten Skelettabschnitte auswirken.

Einfluss der Muskelkraft und Muskelmasse

Die Muskeln übertragen über ihre Ursprünge und Ansätze unmittelbar die Kontraktionskräfte auf die entsprechenden Skelettabschnitte. Daher kann man vermuten, dass Korrelationen zwischen der Muskelkraft bzw. Muskelmasse und der Knochenmasse bestehen. Außerdem kann eine hohe Muskelmasse als Ausdruck einer hohen körperlichen Aktivität gewertet werden, die wiederum per se aufgrund der externen Kräfte (s.o.) knochenstimulierende Wirkungen hat. Zahlreiche Studien zeigen, dass sowohl die allgemeine als auch die spezifische Kraft eine große Bedeutung für die Knochenmasse an einzelnen Skelettabschnitten und am gesamten Skelett haben [16, 17, 18, 19].

Spezifische Trainingseffekte

Wenn bereits alltägliche Aktivitäten zum Aufbau bzw. zum Erhalt der Knochenmasse beitragen, welche Effekte lassen sich dann durch intensive, teilweise langjährige Trainingsbelastungen erwarten? Eine große Zahl von Studien wurde an Athleten durchgeführt. Exemplarisch sollen die Ergebnisse einer eigenen Querschnittsuntersuchung ausführlicher dargestellt werden [20]. Wir untersuchten insgesamt 382 Leistungssportler (Alter: 18 bis 30 Jahre) aus verschiedenen Sportartschwerpunkten (Langstreckenlauf, Spielsport, Radsport, Triathlon, Kraftsport und Ballett), unspezifisch trainierte Sportstudierende und untrainierte Kontrollpersonen mit der DEXA-Technik (Osteomobil) an LWS und Femur. Im Bereich der LWS wiesen die Kraft- und Spielsportler sowie die unspezifisch trainierten Sportstudierenden die höchsten Dichtewerte auf (Abb. 2).

"Hohe knochenstimulierende Bedeutung haben vielseitige Belastungen mit großen Kraftwirkungen auf das Skelettsystem."

Im Bereich der Hüfte fielen bei den Frauen insbesondere die Spielsportlerinnen und bedingt auch die Kraftsportlerinnen auf. Bei den Männern fand sich eine graduelle Abstufung von Spiel- und Kraftsportlern über Sportstudenten, Läufer und Triathleten zu Radfahrern und Nichtsportlern (Abb. 3). Bei aller Vorsicht, mit der Querschnittsvergleiche interpretiert werden sollten, belegen die Ergebnisse dieser und anderer Studien auf der einen Seite die große Bedeutung von kraftbetontem Training und einer großen Muskelmasse für die Knochenmasse an LWS und Femur bei Männern und Frauen. Reines Ausdauertraining (Laufen, Radfahren, Triathlon) hat dagegen im Bereich der LWS keine und im Bereich des Femur nur bei Männern in Laufdisziplinen knochenstimulierende Wirkungen. Die hohen Knochenmassen der Spielsportler und Sportstudierenden machen jedoch deutlich, dass unspezifischen, möglichst vielseitigen Belastungen mit entsprechend hohen Kraftspitzen und vielseitigen Kraftwirkungen auf das Skelettsystem (z.B. Sprünge, Antritte und Stops, Richtungswechsel beim Laufen, Rotationsbewegungen etc.) eine enorme knochenstimulierende Bedeutung zukommt.

Knochendichte an der LWS Diagramm

Abb. 2: Knochendichtewerte (BMD) an der Lendenwirbelsäule (LWS)
bei Sportlerinnen/Sportlern aus verschiedenen Sportartschwerpunkten

Knochendichte am Femur Diagramm

Abb. 3: Knochendichtewerte (BMD) am Femur
bei Sportlerinnen/Sportlern aus verschiedenen Sportartschwerpunkten

Trainingsstudien: Ausdauertraining

Studien zum Einfluss von Ausdauertraining auf die Knochenmasse haben meist intensives Gehtraining, Tanzen/Aerobic oder Joggen bzw. umfangreiches Lauftraining untersucht [21, 22, 23]. Insgesamt zeigte sich, dass moderates Gehen alleine nicht ausreicht, um den alternsbedingten Knochenmasseverlust aufzuhalten. Als Minimalbelastung scheint drei- bis viermaliges intensives Gehtraining bzw. Aerobic/Tanztraining (60 bis 80% der maximalen Herzfrequenz) pro Woche, jeweils 45 bis 60 min, möglichst mit zusätzlicher Gewichtsbelastung, erforderlich zu sein, um knochenstimulierende Effekte bei Untrainierten zu erzielen. Die durch ein derartiges Trainingsprogramm zu erzielenden Knochenmassezunahmen sind jedoch nur gering, reduzieren aber zumindest den zu erwartenden Altersverlust.

Trainingstudien: Krafttraining

Einige spezifische Krafttrainingsstudien wurden sowohl mit jungen Männern als auch mit prä- und postmenopausalen Frauen durchgeführt [24, 25, 26, 27]. Die durch "übliche" Krafttrainingsprogramme zu erzielenden Knochenmassezunahmen dürften in den meisten Fällen bei maximal etwa 1% pro Jahr liegen und somit die "physiologische" jährliche Knochenmasseabnahme etwa ausgleichen.

Trainingsstudien: kombinierte Trainingsformen

Einige Interventionsstudien untersuchten zum Teil sehr unterschiedliche Trainingsprogramme, unter anderem auch kombiniertes Ausdauer- und Krafttraining bzw. Ausdauer- und Krafttraining im Vergleich. Bei älteren und sehr alten, untrainierten Menschen konnte bereits durch ein mäßig dosiertes, jedoch regelmäßiges Training (z.B. dreimal pro Woche jew. 30 min Training um einen Stuhl oder dreimal pro Woche jeweils 20 min mildes Gymnastikprogramm) eine leichte Zunahme der Knochenmasse oder zumindest eine Reduktion der alternsbedingten Knochen-masseabnahme und somit ein Erhalt der Knochenmasse erzielt werden [28, 29]. Von großer Bedeutung ist es, dass ein Trainingsprogramm regelmäßig und langfristig durchgeführt wird. Unabhängig davon, ob ein trainingsbedingter Zugewinn an Knochenmasse durch Ausdauer- oder Krafttraining erzielt wurde, geht er bei Reduktion oder Abbruch der körperlichen Belastung wieder verloren.

Knochendichtewerte Diagramm
Abb. 4: Knochendichtewerte bei eumenorrhöischen (EU)
im Vergleich zu oligo- und amenorrhöischen (AM) Sportlerinnen


Überlastungsreaktionen

Eine Vielzahl von Untersuchungen an Leistungssportlerinnen konnte nachweisen, dass sportinduzierte Störungen des Menstruationszyklus mit den damit verbundenen niedrigen Sexualsteroidhormon-Konzentrationen, und/oder Essverhaltensstörungen zu pathologisch niedrigen Knochendichtewerten und einer erhöhten Inzidenz von Stressfrakturen führen, trotz der sehr hohen Trainingsbelastungen und der damit verbundenen hohen mechanischen Reizsetzung [30, 31, 32, 33]. In einer eigenen Untersuchung fanden wir dramatisch reduzierte Knochendichtewerte bei a- und oligomenorrhöischen Sportlerinnen (Abb. 4). Auch bei männlichen Langstreckenläufern wurden erniedrigte Knochendichtewerte beschrieben [34]. die möglicherweise auch in Zusammenhang mit reduzierten Sexualhormonkonzentrationen stehen. Stressfrakturen werden bei beiden Geschlechtern unabhängig vom Mineralisationsgrad auch bei rein mechanischer Überbelastung, insbesondere bei ungewohnt hohen Trainingsbelastungen oder ungewohnten Techniken, beobachtet, wobei Störungen des Menstruationszyklus wahrscheinlich zu einer höheren Inzidenz von Stressfrakturen führen [35].

Diese Befunde machen deutlich, dass Trainingsanpassungen des Knochens im Sinne einer Überkompensation nur erzielt werden können, wenn das "endokrine Milieu" und/oder nahrungsabhängige Parameter nicht pathologisch verändert sind und das Training entsprechend der individuellen Belastbarkeit nach trainingswissenschaftlichen Gesichts-punkten durchgeführt wird.

Körperliche Aktivität in der Menopause

In der Menopause kommt es, bedingt durch die fehlende knochenstimulierende Wirkung der gonadalen Steroide, zu einer deutlichen Zunahme des trabekulären und kortikalen Knochenverlustes [36]. Die vorliegenden Quer- und Längsschnittstudien in dieser Altersgruppe von Frauen liefern widersprüchliche Ergebnisse bezüglich der protektiven Effekte körperlicher Belastungen auf den beschleunigten Knochenverlust. Es gibt jedoch bisher keine Belege dafür, dass körperliche Aktivität alleine den beschleunigten postmenopausalen Knochenmasseverlust aufhalten könnte, eine Reduktion der Verlustrate scheint jedoch möglich. Eine tatsächliche Zunahme an Knochenmasse konnte jedoch durch die Kombination aus Belastung und Hormon-Substitutionstherapie erreicht werden [37].

Körperliche Aktivität und Frakturen

Osteoporosebedingte Frakturen sind mit einer geringen Knochenmasse assoziiert, wobei bei Frauen ab dem 45. Lebensjahr eine deutliche und kontinuierliche Zunahme der Häufigkeit dieser Frakturen beobachtet wird [38]. Neben der Instabilität des Knochens ist eine erhöhte Sturzgefahr ein weiterer wichtiger Faktor einer gesteigerten Knochenbruchgefahr im Alter [39]. Gleichgewichtsstörungen, geringe Muskelkraft in den unteren Extremitäten, schlechte Koordination und Flexibilität sowie eine geringe Menge an Weichteilgewebe im Bereich der Hüfte tragen als physiologische Faktoren zu sturzbedingten Knochenbrüchen bei [40]. Regelmäßiges körperliches Training bzw. körperliche Belastungen führen zu einer gesteigerten kardio-vaskulären Gesundheit, zu einer verbesserten Koordination und Flexibilität sowie zu einem verbesserten Gleichgewicht, außerdem zu erhöhter Muskelkraft und Ausdauer. Die prophylaktische Wirkung von körperlicher Aktivität auf osteoporosebedingte Frakturen wird also nicht nur durch eine Erhöhung der Knochenmasse bzw. eine Reduktion des altersbedingten Knochenmasseverlustes erreicht, sondern gerade im höheren Alter vor allem auch durch die genannten weiteren Faktoren, die eine hohe allgemeine Fitness ausmachen. Diese Zusammenhänge werden durch einige Studien belegt, die über ein höheres allgemeines Aktivitätsniveau von Frauen ohne im Vergleich zu Frauen mit Schenkelhalsfrakturen berichten [41, 42]. Es ist jedoch bis heute unklar, ob die beschriebene Abnahme der Frakturhäufigkeit tatsächlich durch eine höhere körperliche Aktivität bedingt ist, oder ob inaktive Frauen lediglich den "gebrechlichen" Teil der Älteren ausmachen. Klärung können hier nur langdauernde Interventionsstudien bringen, die derzeit noch nicht verfügbar sind.

Körperliches Training in der Therapie der Osteoporose

Regelmäßiges körperliches Training im Sinne einer kontrollierten Bewegungstherapie bzw. - je nach individuellem Krankheitsbild - einer überwachten Krankengymnastik bzw. Physiotherapie hat sich als ein wichtiger Bestandteil im gesamten therapeutischen Konzept etabliert [43, 44]. Ob hierdurch allerdings ein Gewinn an Knochenmasse erreicht werden kann, ist noch nicht endgültig geklärt. Dies erscheint eher unwahrscheinlich, da die Belastungsreize, die für einen knochenanabolen Effekt gesetzt werden müssten, aufgrund der reduzierten Belastbarkeit und der in der betroffenen Altersgruppe häufig schlechten allgemeinen Fitness gar nicht erreicht werden können. Durch die Bewegungstherapie sind jedoch viele positive Effekte zu erzielen, die nicht nur einen Gewinn an Lebensqualität, sondern auch einen gewissen Schutz vor weiteren Frakturen bedeuten:

Wesentliche Ziele der Bewegungstherapie in der Behandlung der Osteoporose
  • Förderung der Flexibilität und Dehnungsfähigkeit
  • Verbesserung der Alltagsmotorik
  • Reduktion des Sturzrisikos mit der Gefahr weiterer Frakturen
  • Kräftigung insb. der statischen Haltemuskulatur (Aufrichtung des Rumpfes, Verminderung einer kyphotischen Fehlhaltung)
  • Entlastung der durch Wirbelfrakturen fehlgestellten und irritierten kleinen Wirbelgelenke
  • Langfristige Schmerzreduktion
Nach erfolgter Rehabilitation und Wiedererlangung eines Mindestmaßes an Mobilität und Bewegungssicherheit erscheinen, jeweils unter Berücksichtigung des individuellen Krankheitsbildes, folgende Bewegungsformen sinnvoll.

Sinnvolle Bewegungsformen:
  • kraftbetonte Gymnastik sowie dosiertes und gezieltes Krafttraining an Geräten, außerdem
  • alle Übungsformen, die Koordination und Flexibilität bei einfacher Dosierbarkeit und kontrollierter Bewegungsausführung schulen.
Sportarten mit erhöhtem Sturz- und Stauchungsrisiko, z.B. Radfahren, Reiten und Turnen, sollten, insbesondere bei fehlender Übung, nicht mehr betrieben werden. Bei genügend Erfahrung in der jeweiligen Sportart kann jedoch das Training in dosierter Form und unter Minimierung des Sturz- und Stauchungsrisikos (z.B. Seniorendreirad, glattes Straßenprofil beim Radfahren etc.) fortgeführt werden.

"Bewegungstherapie hat viele positive Effekte, z.B. der Gewinn an Lebensqualität und ein gewisser Schutz vor weiteren Frakturen."

Die Bewegungstherapie sollte als regelmäßiges Programm täglich durchgeführt werden. Darüber hinaus bieten sich für das weitere körperliche Training unter anderem örtliche Osteoporose-Sportgruppen an, die Durchführung sportlicher Aktivitäten unter Anleitung geschulter Therapeuten ermöglichen.

Empfehlungen zur Vermeidung von Verletzungs- und Überlastungsrisiken durch Sport

Die folgenden Empfehlungen wurden von der Autorin gemeinsam mit Mitgliedern der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Osteoporose erstellt [43].

Sportliche Betätigung und Bewegung sind heute in der allgemeinen Gesundheits-förderung unumstritten. Das Trainingsprogramm sollte auf die individuelle Belastbarkeit eingestellt sein. Wie bei jedem Medikament kommt es auch hier auf die Dosis an. Die inneren Organe, insbesondere das Herz-Kreislaufsystem, haben soviel Reserven, dass sie, sofern sie gesund sind, auch durch noch so extreme Belastungen nicht zum Versagen gebracht werden können. Zu Zwischenfällen kann es bei bestehenden Vorschädigungen (z.B. Koronarsklerose) oder Erkrankungen (z.B. Infekte) kommen. Überlastungen können bei akuter und heftiger Krafteinwirkung (z.B. Sturz) zu Verletzungen der verschiedensten Art führen. Geringgradige, wiederholte Schädigungen (z.B. falsche Hebe-, Trage- oder Übungstechniken) können sich zu Überlastungsschädigungen aufaddieren. Um eine Gefährdung aufgrund einer bestehenden Erkrankung zu vermeiden und um Überlastungen und Verletzungen vorzubeugen, sollten folgende Grundregeln beachtet werden:

Vorsorgeuntersuchung

Vor Aufnahme eines regelmäßigen körperlichen Trainings sollte ins-besondere in den mittleren und älteren Altersgruppen, bei Ungeübten, Untrainierten sowie bei Vorliegen eines erhöhten Risikos für eine organische Erkrankung eine ärztliche Untersuchung einschließlich eines Belastungstests durchgeführt werden.

Auswahl der Sportart und Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten

Es gibt Sportarten mit einem erhöhten Verletzungsrisiko (z.B. alpiner Skisport, Mannschaftsspiele) und solche, bei denen das Risiko, sich zu verletzen, gering ist (z.B. Schwimmen). Dennoch wird das Verletzungsrisiko einer Sportart in erheblichem Maße vom individuellen Können und der richtigen Einschätzung der eigenen Möglichkeiten bestimmt.

Aufwärmen und Abkühlen

Jeder Trainingseinheit und jedem Sportspiel sollte eine Aufwärmphase vorausgehen und eine Abkühlphase folgen. Die Elastizität der Muskulatur und ganz besonders der Sehnen hängt von einer ausreichenden Temperatur ab. Durch das Aufwärmen steigert sich demnach die Geschmeidigkeit. Je nach Sportart sind 10 bis 15 min Aufwärmen einschließlich eines Gymnastikprogramms erforderlich. Das aktive Abkühlen nach einem Trainingsprogramm (Auslaufen, Streching) hält den Stoffwechsel in Gang und beschleunigt den Abtransport von "Schlacken-stoffen" aus der Muskulatur. Hierdurch werden die Regenerations-prozesse beschleunigt.

Gezielter Trainingsaufbau

Langfristig sollte entsprechend der aktuellen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit ein gezieltes Aufbautraining durchgeführt werden, wobei erst im Laufe des Trainingsprozesses die Belastungsdauer und -intensität erhöht werden. So werden Überlastungen und Verletzungen zu Beginn einer Trainingsphase vermieden.

Kleidung und Ausstattung

Besonderer Wert ist auf eine gute und geeignete Ausstattung zu legen. Neben einer adäquaten Kleidung - sie sollte bequem sein und die Bewegung nicht behindern - verdient gutes Schuhwerk ebenso Beachtung. Es sollte auf die jeweilige Sportart abgestimmt sein (z.B. Wanderschuhe, Laufschuhe, Spezialschuhe für Hallensportarten etc.). Außerdem sollte sich die Auswahl der Sportgeräte (z.B. Alpin- und Langlaufski, Tennisschläger etc.) an der individuellen Leistungsfähigkeit orientieren. Wo es erforderlich ist, ist auf zweckmäßige Schutzkleidung zu achten (z.B. Radhelm, Knie-, Ellbogen- und Handgelenksschoner beim Inline-Skating etc.).

Konkrete Empfehlungen

Sowohl Gesunde als auch Kranke sollten sich im täglichen Leben, bei der Arbeit wie in der Freizeit, im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten möglichst viel bewegen. Bereits im Kindes- und Jugendalter sollten umfangreiche Bewegungsangebote und regel-mäßige sportliche Belastungen selbstverständlicher Bestandteil des Alltags sein. Bei optimalen Ernährungsbedingungen gilt für gesunde Kinder und Jugendliche, dass möglichst viel Bewegung und Belastung des Skelettsystems sinnvoll ist, solange Überlastungsschäden und speziell bei Mädchen überlastungsbedingte Zyklusstörungen vermieden werden. Auch im frühen und mittleren Erwachsenenalter sollten ausreichend Belastungsreize auf die Knochen gesetzt werden. Selbst bei älteren Menschen fördert eine individuell abgestimmte Sport- und Bewegungstherapie mit gezieltem Muskelaufbau den Knochenerhalt.

Grundsätzlich sollte ein der individuellen Leistungsfähigkeit angepasster minimaler Trainingsumfang von 120 bis 150 min pro Woche auf drei oder mehr Trainingseinheiten verteilt werden. Gymnastik- und Aerobic-Programme als eine Kombination von Dehnungs-, Bewegungs- und Kräftigungsübungen für Extremitäten- und Rumpfmuskulatur sind besonders für sportliche Wiedereinsteiger und ältere Menschen empfehlenswert. Bei vormals Untrainierten sind bereits durch geringe Belastungen positive Effekte zu erzielen. Allgemein gilt jedoch, dass die größten Knochenmassezunahmen durch Gewichts- bzw. Kraftbelastungen zu erwarten sind. Besonders günstig wirken sich auch sehr vielseitige Belastungs- und Bewegungsformen, wie sie beispielsweise in Spielsportarten vorkommen, auf die Knochenmasse aus.

Bewegungsprogramme bei manifester Osteoporose zielen primär nicht so sehr in Richtung Knochenaufbau, sondern wollen vor allem die Lebensqualität und die Belastbarkeit im Alltag verbessern und durch die Effekte des körperlichen Trainings einen gewissen Schutz vor weiteren Frakturen erreichen [45, 46].

Literatur
01. Drinkwater BL (1996) Physical activity, fitness, and osteoporosis. ln: BochardC, Shephard RJ, Stephens T (eds) Physical activity, fitness, and health. International Proceedings and consensus statement. Hum Kinetics:724-736

02. Chilibeck PD, Sale DG, Webber CE (1995) Exercise and bone mineral density. Sports Med 19(2):103-122

03. Slemenda CW, Miller JZ, Hui SL, Reister TK, Johnston CC (1991) Role ofphysical activity in the development of skeletal mass in children. J Bone Min Res 6(11):1227-1233

04. Turner JG, Gilchrist NL, Ayling EM, Hassall AJ, Hooke EA, Sadler WA (1992) Factors affecting bone mineral density in high school girls. N Zealand Med J 105(930):95-96

05. Fehily AM, Coles RJ, Evans WD, Elwood PC (1992) Factors affecting bone density in young adults. Am J Clin Nutr 56(3):579-586

06. Kriska AM, Sandler B, Cauley JA, Laporte RE, Hom DL, Pambianco G (1988) The assessment of historical physical activity and its relation to adult bone parameters. Am J Epidemiol 127(5):1053-1063

07. Donaldson CL, Hulley SB, Vogel JM, Hattner RS, Bayers JH, McMillian DE (1970) Effect of prolonged bed rest on bone mineral. Metabolism 19:1071-1084

08. Gazenko OG, Genin NM, Egodorov AD (1981) Major medical results of the Salyut-6/Soyus 185-day space flight. NASA NDB 2747, Proceedings ofthe XXXII Congress of the International Astronautical Federation, Rome, pp 275-293

09. Krolner B, Toft B (1983) Vertebral bone loss: unheeded side effect of therapeutic bed rest. Clin Sci 64:537-540

10. Schneider VS, Huntoon CL, Krauhs JM (1992) Osteoporose beim Weltraumflug. In: Schild HH, Heller M (Hrsg) Osteoporose, Thieme, Stuttgart S.222-228

11. Aloia JF, Askok N, Vaswani MD, Yeh JK, Cohn SH (1988) Premenopausal bone mass is related to physical activity. Arch Intern Med 148:121-123

12. Platen P, deMeirleir K, Louis O, Osteaux M, Hollmann W (1991) Führt Ausdauersport bei Frauen zu Osteoporose? Dt Z Sportmed 42 (Sonderheft):514-523

13. Pocock NA, Eismann JA, Gwinn T, Sambrock PN, Kelly P, Freund I, Yeates MG (1989) Muscle strength, physical fitness, and weight but not age predict femoral neck bone mass. JBone Min Res 4(3):441-448

14. Stillman RJ, Lohmann TG, Slaughter MH, Massey BH (1986) Physical activity and bone mineral content in women aged 30 to 85 years. Med Sci Sports Exerc 18:576-580

15. Zylstra S, Hopkins A, Erk M, Hreshchyshyn MM, Anbar M (1989) Effect of physical activity on lumbar spine and femoral neck bone densities. Int J Sports Med 10(3):181-186

16. Bevier WC, Wiswell RA, Pyka G, Kozak KC, Newhall KM, Marcus R (1989) Relationship of body composition, muscle strength, and aerobic capacity to bone mineral density in older men and women. J Bone Min Res 4:421-432

17. Randerath O, Kvasnicka HM, Wapniarz M, Lehmann R, Haberkamp M, Clausen V, Klein K, Allolio B (1991) Überden Einfluss der Muskelkraft auf die Knochendichte. Osteomobiljournal 5:12-14

18. Snow-Harter C, Marcus R (1991) Exercise, bone mineral density and osteoporosis. In: Exercise and Sports Science Reviews, Vol 19. Wiliam & Wilkins, Baltimore, pp 351-388

19. Snow-Harter C, Whalen R, Myburgh K, Arnaud S, Marcus R (1992) Bone mineral density, muscle strength, and recreational exercise in men. J Bone Min Res 7(11):1291-1296

20. Chae EH, Platen P, Antz R, Kühlmorgen J, Allolio B, Lehmann H, Schuhmann S, Kannenberg J (1994) Knochendichte bei Leistungssportler/innen aus verschiedenen Sportarten im Vergleich zu Sportstudent/innen und untrainierten Kontrollpersonen. ln: Liesen H, Weiß M, Baum M (Hrsg) Regulations- und Repairmechanismen, 33. Deutscher Sportärztekongreß Paderborn. Deutscher Ärzte Verlag, Köln, S 668-671

21. Kirk S, Sharp CF, Elbaum N, Enders DB, Simons SM, Mohler JG, Rude RK (1989) Effect of long-distance running on bone mass in women. J Bone Miner Res 4:515-522

22. Sandler RB, Cauly JA, Hom DL, Sashin D, Kriska AM (1987) The effects of walking on the cross-sectional dimensions of the radius in postmenopausal women.CalcTissue Int; 41:65-9

23. Williams JA, Wagner J, Wasnich R, Heilbrun L (1984) The effect of long-distance running upon apendicular bone mineral content. Med Sci Sports Exerc 16(3):223-227

24. Gleeson GP, Protas EJ, Leblanc AD, Schneider VS, Evans HJ (1990) Effects of weight lifting on bone mineral density in premenopausal women.J Bone Miner Res 5(2):153-158

25. Leichter I, Simkin A, Margulies JY, Bivas A, Steinberg R, Giladi M, Milgrom C (1989) Gain in mass density of bone following strenuous physical activity. J Orthop Res 7(1):86-90

26. Pruitt LA, Jackson D, Bartels RL, Lehnhard HJ (1992) Weight-training effects on bone mineral density in early postmenopausal women. J Bone Miner Res 7(2): 179-185

27. Smidt GL, Lin SY, 0'Dwyer KD, Blanpied PR (1992) The effect of high-intensity trunk execise on bone mineral density of postmenopausal women. Spine 1 17(3):280-285

28. Ringe JD (1988) Osteoporoseprävention durch Gymnastik im höheren Lebensalter. Z Geriatrie 1:86-90

29. Smith EL, Reddan W, Smith PE 1981 Physical activity and calcium modalities for bone mineral increase in aged women. Med Sci Sports Exerc 13(1):60-64

30. Cann CE, Martin MC, Genant HK, Jaffe RB (1984) Decreased spinal mineral content in amenorrheic runners.Jama 251:626-629

31. Drinkwater BL, Nilson K, Chesnut CH, Bremner WJ, Shainholtz S, Southworth MB (1984) Bone mineral content of amenorrheic and eumenorrheic athletes. N Engl J Med 311:277-281

32. Louis 0, de Meirleir K, Keizer HA, Platen P, Hollmann W, Osteaux M (1991) Low vertebral bone density values in young non-elite female run-ners. Int J Sports Med 12:214-217

33. Platen P, deMeirleir K, Louis 0, Osteaux M, HollmannW (1991) Führt Ausdauersport bei Frauen zu Osteoporose? Dt Z Sportmed 42 (Sonderheft):515-523

34. Bilanin JE, Blancherds MS, Russek-Cohen E (1989) Lower vertebral bone density in male long distance runners. Med Sci Sports Exerc 21(1):66-70

35. Margulies JY, Simkin A, Leichter l, Bivas A, Steinberg R, Giladi M, Stein M, Kashtan H, Milgrom C (1986) Effect of intense physical activity on the bone mineral content in the lower limbs of young adults.J Bone Joint Surg 68A:1090-1093

36. Snow-Harter C, Marcus R (1991) Exercise, bone mineral density and osteoporosis. ln: Exercise and Sports Science Reviews, Vol 19. William & Wilkins, Baltimore, pp 351-388

37. Ballard JE, McKeowin BC, Graham HM, ZinkgrafcSA (1990) The effect ofchigh level physical activity (8.5 METs or greater) and estrogen replacement therapy upon bone mass in postmenopausal females, aged 50-68 years. Int J Sports Med 3:208-214

38. Bergmann KE, Wildner M, Caspar W (1994) Epidemiologie der Osteoporose. In: Großklaus R, Stück B, Somogyi A, Stackelberg B von, Pott E (Hrsg) Osteoporose - Prävention in Gegenwart und Zukunft. BGA Schriften. MMV Medizin Verlag München. S 8-12

39. Campbell AJ, Reinken J, Allan BC, Martinez GS (1981) Falls in old age: a study of frequency and related clinical factors. Age and Ageing 10:264-270

40. Semler J (1994) Identifikation von Risikofaktoren. ln: Großklaus R, Stück B, Somogyi A, Stackelberg B von, Pott E (Hrsg) Osteoporose - Prävention in Gegenwart und Zukunft. MMV Verlag, München, S. 25-26

41. Paganini-Hill A, Chao A, Ross RK, Henderson B (1991) Exercise and other factors in the prevention of hip fracture: The leisure world study. Epidemiology 2:16-25

42. Wickam CAC, Walsh K, Cooper C, Parker DJP, Margets BM, Morris J, Bruce SA (1989) Dietary calcium, physical activity, and risk of hip fracture: a prospective study. Br Med J 299:889-892

43. Deutsches Grünes Kreuz (1996) Osteoporose Leitlinien - Die Empfehlungen der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Osteoporose (DAGO). Kilian, Marburg

44. Wallwey H (1993) Die Bedeutung der Bewegungstherapie bzw. der körperlichen Aktivität für die Therapie der Osteoporose. Diplomarbeit. Köln

45. DSÄB Stellungnahme, erarbeitet von der Sektion Frauensport, federführend: Platen P, Damm F, Marx K (1995) Sport und Osteoporose. Dt Z Sportmed 46(5):267-268

46. Platen P (1995) Mobilität, Fitness und Osteoporoseentstehung. Dt Z Sportmed 46 (Sonder-heft 1):48-56

Artikel aus Bundesgesundheitsblatt 1·2001

Dr. Petra Platen
Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin,
Deutsche Sporthochschule Köln
Carl Diem-Weg 6
50933 Köln
eMail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
 
Hilfe
Seitenübersicht
Impressum
Schrift größer
Schrift normal
Schrift kleiner
Drucken