| Symposiums Bericht Bangkok (März 2007) |
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„Soja in der täglichen Ernährung – ein Beitrag zur Gesundheit“
Neue Erkenntnisse zu Wirkungen von Soja und Sojainhaltsstoffen An der Erforschung der Gesundheitswirkungen von Soja besteht seit mehr als 15 Jahren ein intensives Interesse. Beim 7. Internationalen Soja-Symposium
[1]
diskutierten führende Wissenschaftler neueste Forschungsergebnisse.
Soja und Verbesserung des Cholesterinprofils
Untersuchungen der letzten Jahre bestätigen den cholesterinsenkenden Effekt einer Ernährung mit Soja und damit den gesundheitlichen Nutzen für das kardiovaskuläre System. Bei erhöhtem Cholesterin ist durch Soja eine LDL-Senkung von 3-5% zu erzielen - bezogen auf eine Aufnahme von 25 g isoflavonhaltigem Sojaprotein/Tag. Zugleich ist eine Anhebung des HDL um bis zu 3% möglich, berichtete Prof. Suzanne Ho von der Chinese University of Hong-Kong. Deutlichere Cholesterinsenkungen sind mit einem höheren Sojaverzehr erreichbar, eine Dosis-Wirkung-Beziehung gilt als gesichert. Nach einer Bevölkerungsstudie in Hong-Kong sind die niedrigsten Cholesterinblutwerte mit den höchsten Verzehrmengen an Sojaprodukten assoziiert. Soja und arterieller Gefäßschutz Das gefäßpräventive Potenzial geht von den Soja-Isoflavonen aus. Isoflavone zählen zu den Polyphenolen, sie wirken cholesterinsenkend, daneben antioxidativ, antientzündlich und sie verbessern die Funktion des Gefäßendothels im Sinne höherer Elastizität und Dilatationsfähigkeit, so Prof. Paul Nestel, Baker’s Heart Research Institute/Australien. Hinsichtlich der Senkung des Brustkrebsrisikos durch Soja weisen Untersuchungen auf eine deutliche Dosis-Wirkung-Beziehung hin. Bei Chinesinnen mit höchstem Sojaverzehr (75. Perzentile: 1250g Sojaprodukte/Woche) besteht im Vergleich zur Gruppe mit geringstem Sojaverzehr (25 Perzentile: 350g/Woche) ein um 34% geringeres Brustkrebsrisiko. Neu sind zudem die Erkenntnisse, dass ein protektiver Effekt ausgeprägter ist, wenn bereits in Kindheit und Pubertät, einer frühen Phase von Brustzellwachstum und –differenzierung, regelmäßig und reichlich Soja verzehrt wird. Das Risiko für Brustkrebs ist dann annähernd halbiert, so Dr. Yu-Tang Gao vom Shanghai Cancer Institute. Eine Empfehlung zum Sojaverzehr bei Mädchen aus Brustkrebsfamilien wurde daher von den Fachleuten positiv diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt beim 7. Internationalen Soja-Symposium waren Arbeiten zur Knochengesundheit. Wirkungen einer Langzeitgabe von Sojaisoflavonen wurden in den USA mit der OPUS-Studie (Osteoporosis Prevention Using Soy Study) überprüft. Eine zweijährige Supplementation mit täglich 120mg Isoflavonen, 1000mg Kalzium und 400IE Vitamin D ist ohne das Auftreten von Nebenwirkungen zulässig und führt bei postmenopausalen Frauen zu verbesserter Mineraldichte in allen Knochen, berichtete Prof. William Wong, Baylor College of Medicine, USA. Soja und Wechseljahrsbeschwerden Hitzewallungen sind für etwa 50% der Frauen in den Wechseljahren bzw. der Postmenopause charakteristische und unangenehme Begleiterscheinungen, die bis zu 10 Jahre andauern können, berichtet Prof. Aedin Cassidy von der University of East Anglia, Großbritannien. Hingegen leiden Frauen in China und Japan allgemein selten unter Hitzewallungen. Supplementations-Studien deuten darauf hin, dass Isoflavone Hitzewallungen in leichtem bis mäßig starkem Umfang reduzieren und dass Frauen mit häufig auftretenden Hitzewellen am stärksten profitieren. Konkretere Aussagen werden von weiteren Untersuchungen mit längerer Anwendungsdauer von Isoflavonen, mit Anwendungsbeginn vor der Menopause und mit Differenzierung nach individuellem Equolsynthesevermögen erwartet, so Cassidy. Soja und Diabetes mellitus Soja (z.B. Sojabohnen) zählt zu den Lebensmitteln mit niedrigem glykämischen Index und niedriger Glykämischer Last. Daher gehören mögliche Positivwirkungen bei Menschen mit Diabetes zu den neueren Soja-Forschungsgebieten. Prof. Jung Um Kim, Inje Universität Korea, erläuterte, dass es bei Typ 2-Diabetikern nach sechswöchiger Aufnahme von 50g Sojaprotein (>165mg Isoflavone) und 20g Sojaballaststoffen zu signifikanten Verbesserungen des Blutlipidprofils kommt: LDL –10%, Nüchtern-Triglyceride –22%, LDL/HDL-Quotient –14%. Die Blutzuckerregulation und HbA1c werden hingegen nicht beeinflusst. Zum Abschluss des Symposiums wurde der erhebliche Forschungsaufwand der letzten 15 Jahre hervorgehoben, der den gesundheitlichen Nutzen von Soja von aufzeigt. Zugleich wurde auf weiteren Forschungsbedarf hingewiesen – beispielsweise im Bereich des Diabetes oder hinsichtlich der Linderung von Wechseljahrsbeschwerden der Frau. [1] Quelle: 7th International Soy Symposium „Role of Soy in Health and Disease Prevention“, 7.-9.3.2007, Bangkok, www.soyconferencebangkok2007.com |
Presseschau 


Unterstützung für Menschen mit Osteoporose im Alltag