| 3. Statement Dr. Ortrun Gröschel |
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![]() Praktisch umgesetzt Strategien zur Verbesserung der Knochengesundheit Dr. med. Ortrun Gröschel, Coburg
Die Osteoporose wird heute als weltweites Gesundheitsproblem von der WHO als eine der wichtigsten und teuersten Volkskrankheiten eingestuft. Daten aus dem Statistischen Jahrbuch zeigen, dass Frauen über 55 Jahre aufgrund von Oberschenkelhalsfrakturen genauso viele Tage im Krankenhaus zubringen wie aufgrund von Brustkrebs und Herzinfarkt zusammen. Oberschenkelhalsbrüche gehören weit vor den Wirbel- und Handgelenksfrakturen zu den verhängnisvollsten Folgen der Osteoporose: Die Patienten müssen stationär behandelt werden und verlieren ihre Mobilität. Es drohen Invalidität sowie Pflegebedürftigkeit, und die Lebenserwartung nimmt ab. Bewegungseinschränkungen beeinträchtigen die Lebensqualität und schränken die Gesundheit ein. So können die oft zum Teil unbemerkt verlaufenden Brüche der Wirbelkörper zu einer Einschränkung der Lungenfunktion führen und das Risiko für Lungenentzündungen erhöhen. Gerade hoch betagte Patienten verlieren durch eine eingeschränkte Beweglichkeit schnell ihre Selbstständigkeit und Unabhängigkeit, soziale Kontakte werden immer schwieriger oder gar unmöglich. Weitere Erkrankungen und eine erhöhte Sterblichkeit sind die Folge. Leider werden die Osteoporose und ihre Folgen in Deutschland immer noch unterschätzt: Die Diagnose erfolgt meist erst spät, Patienten mit Knochenschwund ohne vorausgegangene Frakturen werden entweder gar nicht oder nur mit Calcium, Vitamin D oder Schmerzmitteln behandelt. Dabei stützt sich eine leitliniengerechte Osteoporosetherapie heute maßgeblich auf den Einsatz moderner Bisphosphonate. Damit von Anfang an Frakturen effektiv verhindert werden können, sollten Medikamente zum Einsatz kommen, die frühzeitig ihre Wirkung entfalten. So wurde für das Bisphosphonat Risedronat belegt, dass das Risiko aller vertebralen Frakturen bereits nach 12 Monaten reduziert wird.1,2 Für klinisch vertebrale Frakturen war der Effekt schon nach 6 Monaten sichtbar.3 Eine Reduktion des Risikos für alle Frakturen ohne Wirbelkörperbrüche war bereits nach 6 Monaten signifikant.4 In epidemiologischen Studien wurde eine Reihe von Risikofaktoren identifiziert, die die Knochenbrüchigkeit begünstigen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören das Geschlecht, Lebensalter, Knochenbrüche, die ohne große Krafteinwirkung aufgetreten sind, sowie die Neigung zu Stürzen, Nikotinkonsum, Bewegungsmangel und Untergewicht. Auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten (z. B. Kortison), Stoffwechselkrankheiten sowie eine erbliche Veranlagung erhöhen das Osteoporose-Risiko. Einige dieser Risikofaktoren kann jeder selbst beeinflussen und somit zur Vorbeugung von Osteoporose und Knochenbrüchen beitragen. Durch regelmäßige Bewegung mit dem Ziel, die Muskelkraft und die Koordination zu stärken, wird vor allem das Risiko für Oberschenkelhalsbrüche aber auch Wirbelkörperbrüche vermindert. Gerade eine verbesserte Koordination kann erheblich zur Vermeidung von Stürzen und damit zu weniger Knochenbrüchen beitragen. Ein Vitamin-D-Mangel trägt zur Sturzgefährdung der Betroffenen bei, so dass ein Ausgleich dieses Defizits erfolgen sollte. Schließlich fördert Vitamin D die Calciumaufnahme aus dem Darm und unterstützt die Calciumeinlagerung in die Knochen. Der Körper kann Vitamin D selber bilden, wenn ihm die Sonneneinstrahlung dabei hilft. Vor allem ältere Menschen, die sich kaum im Freien aufhalten oder sich intensiv vor der Sonne schützen, laufen Gefahr, einen Vitamin-D-Mangel zu erleiden. Stürze bilden die Hauptgefahr für Knochenbrüche, die besonders bei den betagten Osteoporosepatienten fatale Folgen haben können. Hier gilt es, die Gefahrenquellen von vorn herein auszuschalten:
Auch soziale Kontakte sind in hohem Alter besonders wertvoll – das Gehirn bleibt auf Trab. Um sich geistig fit zu halten, hilft ein Gedächtnistraining, auch in Kombination mit einem Balance-Training, die Konzentrationsfähigkeit zu fördern und zur Sturzprävention beizutragen. Literatur
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Presseschau 



Unterstützung für Menschen mit Osteoporose im Alltag